Das „Zentrum für Additive Fertigung Dresden“ setzt bei der additiven Fertigung auf eine breite Werkstoff- und Verfahrenspalette. Foto: IWS

Dresden – ostdeutsches Forschungszentrum für additive Fertigung

Additive Fertigung

Gemeinsam mit der Technischen Universität Dresden betreibt das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS in Dresden das „Zentrum für Additive Fertigung Dresden“. Die international viel beachtete Einrichtung ist das größte Kompetenzzentrum zur Entwicklung von Hightechbauteilen mittels 3D-Druck in Ostdeutschland. Von hier aus wird zudem das europaweit größte Forschungsvorhaben zur additiven Fertigung, „Agent-3D“, geführt.

Die Dresdner Spezialisten setzen bei der additiven Fertigung auf eine breite Werkstoff- und Verfahrenspalette. „Unser Alleinstellungsmerkmal ist es, Kunden aus der Wirtschaft und Partnern aus der Forschung technisch und wirtschaftlich bestmögliche Lösungen anbieten zu können, denn wir haben alle derzeit für die industrielle Anwendung relevanten additiven Fertigungsverfahren unter einem Dach zusammengeführt“, erläutert Prof. Christoph Leyens die strategische Ausrichtung des Zentrums. „Auch in der Vielzahl der Werkstoffe, die wir verarbeiten können, sind wir führend: von metallischen Hochleistungswerkstoffen über Kunststoffe, Keramiken und Multimaterialsysteme ist für jeden Anwendungsfall der geeignete Werkstoff dabei. Und ständig wird die Zahl der verfügbaren Werkstoffe erweitert.“ Der Werkstoffwissenschaftler leitet im Fraunhofer IWS die anwendungsorientierten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur additiven Fertigung.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ geförderten Projekts „Agent-3D“ führt das Fraunhofer IWS ein Konsortium mit mehr als 100 Partnern, überwiegend kleinen und mittelständischen Unternehmen aus Ostdeutschland, um gemeinsam die Potenziale der additiven Fertigung auszuloten, bestehende technologische und wirtschaftliche Grenzen zu überwinden und Wachstum zu schaffen.

Bis 2020 stellt das BMBF bis zu 45 Mio. EUR Fördermittel zur Verfügung, die durch Industriebeteiligungen in ungefähr gleicher Höhe ergänzt werden. Dreh- und Angelpunkt für dieses in Europa bislang einmalige und größte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben ist das „Zentrum für Additive Fertigung Dresden“, das nicht nur die Koordination des Projekts innehat, sondern als wichtiger strategischer und technologischer Impulsgeber die Entwicklung der additiven Fertigung in Deutschland maßgeblich vorantreibt.

gk

 

Anlaufbild: IWS