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Eremas Laserfilter bewährt sich im PET-Bereich

Recycling

Gut ein Jahr nach Produkteinführung zieht Erema eine positive Bilanz. Der PET-Laserfilter wurde bereits mehrfach in den Bereichen Inline Sheet, Strapping und Pelletising verkauft.

Nach mehr als 20 Jahren Einsatz des Erema Laserfilters im Polyolefin-Recycling wurde dieser nach entsprechenden Modifikationen vor gut einem Jahr für den PET-Bereich präsentiert. Besonders bei der direkten Verarbeitung von PET-Flakes zu Zwischen- oder Endprodukten setzt sich der Laserfilter als kontinuierliches Filtersystem mittlerweile immer öfter gegenüber dem Kolbenfilter durch, so Erema.

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Der Laserfilter bringt konstruktionsbedingt eine Reihen von Vorteilen mit sich.
Foto: Erema

 

Dies führt Robert Obermayr, Leiter der Erema Business Unit Powerfil, auf die höhere Prozessstabilität durch eine druckkonstante Funktionsweise zurück. Während die maximal bewältigbaren Verschmutzungsraten des Kolbenfilters bei 0,05 bis 0,1 % liegen, verarbeitet der Laserfilter Inputmaterial mit einem Verschmutzungsgrad von über 1 %.
„In Hinblick auf die steigenden Verschmutzungen bei Post-Consumer-Materialien bedeutet dies für Anwender eine höhere Flexibilität bei den Inputmaterialien“, erklärt Obermayr.

Neue Einsatzbereiche

„Dies ermöglicht auch überhaupt erst den Einsatz in Bereichen, die bislang nicht denkbar waren – der Laserfilter mit seiner hohen Reinigungskapazität ermöglicht es zum Beispiel unseren Kunden nun, die sogenannten ,Fines‘ zu einem hochwertigen Endprodukt zu verarbeiten,“ so Obermayr. Die „Fines“ fallen im Waschprozess der Bottle-Flakes an, enthalten sehr hohe Anteile an Verunreinigungen und konnten deshalb bisher nicht weiter genutzt werden. Somit gelingt durch die Prozessoptimierung ein weiterer Schritt in Richtung „Zero Waste“.

Robuste Auslegung

 

Kunden schätzen auch die Qualitäts- und Prozessvorteile des Laserfilters, die durch die hohen Siebstandzeiten von fünf bis zwölf Wochen entstehen. Immerhin entfällt der beim Kolbensiebwechsler nötige Eingriff des täglichen Siebwechsels durch den Operator, womit das Risiko eines Bedienfehlers drastisch reduziert wird. Ein weiterer Vorteil des Laserfilters ist, dass das strömungsgünstige Funktionsprinzip die Bildung sogenannter „Black Spots“ vermeidet. Ebenso profitiert der Anwender von den geringeren Schmelzeverlusten, die dank der neu entwickelten Austragseinheit erzielt werden. Während bei Kolbenfiltern der übliche Wert 1 bis 2 % beträgt, so liegt dieser beim Laserfilter nur mehr bei einem Bruchteil dessen.

„Durch Prozessoptimierung in Richtung Zero Waste.“, Robert Obermayr, Leiter Erema Business Unit Powerfil.

PET-Laserfilter live im Test

Ab Ende Mai steht eine neue Inline-Sheet-Vorführanlage – inklusive PET-Laserfilter – im Amut Headquarter in Novara für Kundenversuche zur Verfügung. Die Post-Consumer-
Flakes werden in der neuen Vorführanlage – einem direkten Zusammenschluss der Vacurema Technologie und der Amut Inline-Sheet-Anlage – in einem Verarbeitungsprozess zu lebensmittelechter Tiefziehfolie verarbeitet. Kick-off ist ein Open House von 28. bis 31. Mai. Messebesuchern der Plast Milan steht von 29. bis 31. Mai ein kostenfreier Shuttle-Service zwischen dem Messegelände in Mailand und dem Amut Headquarter in Novara zur Verfügung.

Autor: Philipp Lubos

Aufmacherbild: Erema